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Die Kuh
Frau Magdalis weint' auf ihr letztes Stück Brot. Sie konnt' es vor Kummer nicht essen. Ach, Witwen bekümmert oft größere Not, Als glückliche Menschen ermessen.
»Wie tief ich auch immer geschlagen nun bin! Was hab' ich, bist du erst verzehret?« - Denn, Jammer! ihr Eins und ihr Alles war hin, Die Kuh, die bisher sie ernähret. -
Heim kamen mit lieblichem Schellengetön Die Andern, gesättigt in Fülle. Vor Magdalis Pforte blieb keine mehr stehn Und rief ihr, mit sanftem Gebrülle.
Wie Kindlein, welche der nährenden Brust Der Mutter sich sollen entwöhnen, So klagte sie Abend und Nacht den Verlust Und löschte ihr Lämpchen mit Thränen.
Sie sank auf ihr ärmliches Lager dahin, In hoffnungslosem Verzagen, Verwirrt und zerrüttet an jeglichem Sinn, An jeglichem Gliede zerschlagen.
Doch stärkte kein Schlaf sie von Abend bis früh. Schwer abgemüdet, im Schwalle Von ängstlichen Träumen, erschütterten sie Die Schläge der Glockenuhr alle.
Früh that ihr des Hirtenhornes Getön Ihr Elend von neuem zu wissen. »O wehe! Nun hab' ich nichts aufzustehn!« - So schluchzte sie nieder ins Kissen.
Sonst weckte des Hornes Geschmetter ihr Herz, Den Vater der Güte zu preisen. Jetzt zürnet' und hadert' entgegen ihr Schmerz Dem Pfleger der Witwen und Waisen.
Und horch! Auf Ohr und auf Herz, wie ein Stein Fiel's ihr, mit dröhnendem Schalle. Ihr rieselt' ein Schauer durch Mark und Gebein: Es dünkt' ihr, wie Brüllen im Stalle.
»O Himmel! Verzeihe mir jegliche Schuld, Und ahnde nicht meine Verbrechen!« Sie wähnt', es erhübe sich Geistertumult, Ihr sträfliches Zagen zu rächen.
Kaum aber hatte vom schrecklichen Ton Sich mählich der Nachhall verloren, So drang ihr noch lauter und deutlicher schon Daß Brüllen vom Stalle zu Ohren.
»Barmherziger Himmel, erbarme dich mein, Und halte den Bösen in Banden!« Tief barg sie daß Haupt in die Kissen hinein, Daß Hören und Sehen ihr schwanden.
Hier schlug ihr, indem sie im Schweiße zerquoll, Daß bebende Herz, wie ein Hammer; Und drittes noch lauteres Brüllen erscholl, Als wär's vor dem Bett' in der Kammer.
Nun sprang sie mit wildem Entsetzen heraus; Stieß auf die Laben der Zelle; Schon strahlte der Morgen; der Dämmerung Graus Mich seiner erfreulichen Helle.
Und als sie mit heiligem Kreuz sich versehn: »Gott helfe mir gnädiglich, Amen!« - Da wagte sie's zitternd zum Stalle zu gehn, In Gottes allmächtigem Namen.
O Wunder! Hier kehrte die herrliche Kuh, So glatt und so blank, wie ein Spiegel, Die Stirne mit silbernem Sternchen ihr zu. Vor Staunen entsank ihr der Riegel.
Dort füllte die Krippe frisch duftender Klee Und Heu den Stall, sie zu nähren;. Hier leuchtet' ein Eimerchen, weiß wie der Schnee, Die strotzenden Euter zu leeren.
Sie trug ein zierlich beschriebenes Blatt, Um Stirn und Hörner gewunden: »Zum Troste der guten Frau Magdalis hat N. N. hieher mich gebunden.« -
Gott hatt' es ihm gnädig verliehen, die Not Des Armen so wohl zu ermessen. Gott hatt' ihm verliehen ein Stücklein Brot, Das konnt' er allein nicht essen. -
Mir däucht, ich wäre von Gott ersehn, Was gut und was schön ist, zu preisen: Dabei besing' ich, was gut ist und schön, In schlicht einfältigen Weisen.
»So, schwur mir ein Maurer, so ist es geschehn!« Allein er verbot mir den Namen. Gott lass' es dem Edlen doch wohl ergehn! Das bet' ich herzinniglich, Amen!
Das Lied von der Treue
Wer gern treu eigen sein Liebchen hat, Den necken Stadt Und Hof mit gar mancherlei Sorgen. Der Marschall von Holm, den das Necken verdroß, Hielt klüglich deswegen auf ländlichem Schloß Seitweges sein Liebchen verborgen.
Der Marschall achtet' es nicht Beschwer, Oft hin und her Bei Nacht und bei Nebel zu jagen. Er ritt, wann die Hähne das Morgenlied krähn, Um wieder am Dienste des Hofes zu stehn, Zur Stunde der lungernden Magen.
Der Marschall jagte voll Liebesdrang Das Feld entlang, Vom Hauche der Schatten befeuchtet. »Hui, tummle dich, Senner! Versäume kein Nu! Und bring' mich zum Nestchen der Wollust und Ruh, Eh' heller der Morgen uns leuchtet!«
Er sah sein Schlößchen halb nicht mehr fern, Und wie den Stern Des Morgens das Fensterglas flimmern. »Geduld noch, o Sonne, du weckendes Licht, Erwecke mein schlummerndes Liebchen noch nicht! Hör' auf, ihr ins Fenster zu schimmern!«
Er kam zum schattenden Park am Schloß Und band sein Roß An eine der duftenden Linden. Er schlich zu dem heimlichen Pförtchen hinein, Und wähnt' im dämmernden Kämmerlein Süß träumend sein Liebchen zu finden.
Doch als er leise vors Bettchen kam, O weh! da nahm Der Schrecken ihm alle fünf Sinnen. Die Kammer war öde, das Bette war kalt. - »O wehe! Wer stahl mir mit Räuber-Gewalt So schändlich mein Kleinod von hinnen?« -
Der Marschall stürmte mit raschem Lauf Treppab, treppauf, Und stürmte von Zimmer zu Zimmer. Er rufte, kein Seelchen erwiderte drauf - Doch endlich ertönte tief unten herauf Vom Kellergewölb' ein Gewimmer.
Das war des ehrlichen Schloßvogts Ton. Aus Schuld entflohn War alle sein falsches Gesinde. »O Henne, wer hat dich herunter gezerrt? Wer hat so vermessen hier ein dich gesperrt? Wer? Sag mir geschwinde, geschwinde!« -
»O Herr, die schändlichste Frevelthat Ist durch Verrat Dem Junker von Steine gelungen. Er raubte das Fräulein bei sicherer Ruh, Und eure zwei wackeren Hunde dazu Sind mit dem Verräter entsprungen.«
Das dröhnt dem Marschall durch Mark und Bein. Wie Wetterschein Entlodert sein Sarras der Scheide. Vom Donner des Fluches erschallet das Schloß;. Er stürmet im Wirbel der Rache zu Roß Und sprenget hinaus auf die Heide.
Ein Streif im Taue durch Heid' und Wald Verrät ihm bald, Nach wannen die Flüchtling' entschwanden. »Nun strecke, mein Senner, nun strecke dich aus, Nur dies Mal, ein einzig Mal halt nur noch aus, Und laß mich nicht werden zu Schanden!
Hallo! Als ging' es zur Welt hinaus Greif aus, greif aus! Dies letzte noch laß uns gelingen! Dann sollst du für immer auf schwellender Streu. Bei goldenem Haber, bei duftendem Heu Dein Leben in Ruhe verbringen.«
Lang streckt der Senner sich aus und fleucht. Den Nachttau streicht Die Sohle des Reiters vom Grase. Der Stachel der Ferse, das Schrecken des Rufs Verdoppeln den Donnergaloppschlag des Hufs, Verdoppeln die Stürme der Nase. -
Sieh, da! Am Rande von Horizont Scheint hell besonnt Ein Büschel von Reiher zu schimmern. Kaum sprengt er den Rücken des Hügels hinan, So springen ihn seine zwei Doggen schon an, Mit freudigem Heulen und Wimmern.
»Verruchter Räuber, halt an, halt an, Und steh dem Mann, An dem du Verdammnis erfrevelt! Verschlänge doch stracks dich ihr glühender Schlund! Und müßtest du ewig da flackern, o Hund, Vom Zeh bis zum Wirbel beschwefelt!«
Der Herr von Steine war in der Brust Sich Muts bewußt, Und Kraft in dem Arme von Eisen. Er drehte den Nacken, er wandte sein Roß, Die Brust, die die trotzige Rede verdroß, Dem wilden Verfolger zu weisen.
Der Herr vom Steine zog mutig blank, Und rasselnd sprang, So Dieser, wie Jener, vom Pferde. Wie Wetter erhebt sich der grimmigste Kampf. Das Stampfen der Kämpfer zermalmet zu Dampf Den Sand und die Schollen der Erde.
Sie haun und hauen mit Tigerwut, Bis Schweiß und Blut Die Panzer und Helme betauen. Doch Keiner vermag, so gewaltig er ringt, So hoch er das Schwert und so sausend ers schwingt, Den Gegner zu Boden zu hauen.
Doch als wohl Beiden es allgemach An Kraft gebrach, Da keuchte der Junker von Steine: »Herr Marschall, gefiel' es, so möchten wir hier Ein Weilchen erst ruhen, und trautet ihr mir, So spräch' ich ein Wort, wie ichs meine.«
Der Marschall, senkend sein blankes Schwert, Hält an und hört Die Rede des Junkers von Steine: »Herr Marschall, was haun wir das Leder uns wund? Weit besser bekäm' uns ein friedlicher Bund, Der brächt' uns auf Einmal ins Reine.
Wir haun, als hackten wir Fleisch zur Bank, Und keinen Dank Hat doch wohl der blutige Sieger. Laßt wählen das Fräulein nach eigenem Sinn, Und wen sie erwählet, der nehme sie hin! Beim Himmel, das ist ja viel klüger!«
Das stand dem Marschall nicht übel an. »Ich bin der Mann!« So dacht' er bei sich, den sie wählet. »Wann hab' ich nicht Liebes gethan und gesagt? Wann hats ihr an allem, was Trauer behagt, So lang' ich ihr diene, gefehlet?
Ach, wähnt er zärtlich, sie läßt mich nie! Zu tief hat sie Den Becher der Liebe gekostet!« - O Männer der Treue, jetzt warn' ich euch laut: Zu fest nicht aufs Biedermanns-Wörtchen gebaut, Daß ältere Liebe nicht rostet!
Das Weib zu Rosse vernahm sehr gern Den Bund von fern Und wählte vor Freuden nicht lange. Kaum hatten die Kämpfer sich zu ihr gewandt, So gab sie dem Junker von Steine die Hand. O pfui! die verrätrische Schlange! -
O pfui! Wie zog sie mit leichtem Sinn Dahin, dahin, Von keinem Gewissen beschämet! Versteinert blieb Holm an der Stelle zurück, Mit bebenden Lippen, mit starrendem Blick, Als hätt' ihn der Donner gelähmet.
Allmählich taumelt' er matt und blaß Dahin ins Gras, Zu seinen geliebten zwei Hunden. Die alten Gefährten, von treuerem Sinn, Umschnoberten traulich ihm Lippen und Kinn, Und leckten das Blut von den Wunden.
Das bracht' in seinen umflorten Blick Den Tag zurück, Und Lebensgefühl in die Glieder. In Thränen verschlich sich allmählich sein Schmerz. Er drückte die guten Getreuen ans Herz, Wie leibliche liebende Brüder.
Gestärkt am Herzen durch Hundetreu, Erstand er neu Und wacker, von hinnen zu reiten. Kaum hatt' er den Fuß in den Bügel gesetzt, Und vorwärts die Doggen zu Felde gehetzt, So hört' er sich rufen von weiten.
Und sieh! auf seinem beschäumten Roß, Schier atemlos, Ereilt' ihn der Junker vom Steine. »Herr Marschall, ein Weilchen nur haltet noch an! Wir haben der Sache kein Gnügen gethan; Ein Umstand ist noch nicht ins Reine.
Die Dame, der ich mich eigen gab, Läßt nimmer ab, Nach euern zwei Hunden zu streben. Sie legt mir auch diese zu fodern zur Pflicht. Drum muß ich, gewährt Ihr in Güte sie nicht, Drob kämpfen auf Tod und auf Leben.« -
Der Marschall rühret nicht an sein Schwert, Steht kalt und hört Die Mutung des Junkers von Steine. »Herr Junker, was haun wir daß Leder uns wund? Weit besser bekommt uns ein friedlicher Bund, Der bringt uns auf einmal ins Reine.
Wir haun, als backten wir Fleisch zur Bank, Und keinen Dank Hat doch wohl der blutige Sieger. Laßt wählen die Köter nach eigenem Sinn, Und wen sie erwählen, der nehme sie bin! Beim Himmel! das ist ja viel klüger.«
Der Herr von Steine verschmerzt den Stich Und wähnt in sich: Es soll mir wohl dennoch gelingen! Er locket, er schnalzet mit Zung' und mit Hand Und hoffet bei schnalzen und Loden sein Band Bequem um die Hälse zu schlingen.
Er schnalzt und klopfet wohl sanft aufs Knie, Lockt freundlich sie Durch alle gefälligen Töne. Er weiset vergebens sein Zuckerbrot vor. Sie weichen und springen am Marschall empor Und weisen dem Junker die Zähne.
Graf Walter.
Nach dem Altenglischen.
Graf Walter rief am Marstallsthor: »Knapp, schwemm' und kämm' mein Roß!« Da trat ihn an die schönste Maid, Die je ein Graf genoß.
»Gott grüße dich, Graf Walter, schön! Sieh her , sieh meinen Schurz! Mein goldner Gurt war sonst so lang, Nun ist er mir zu kurz.
Nein Leib trägt deiner Liebe Frucht. Sie pocht, sie will nicht ruhn. Mein seidnes Röckchen, sonst so weit, Zu eng' ist mir es nun.« -
» O Maid, gehört mir, wie du sagst, Gehört das Kindlein mein, So soll all all mein rotes Gold Dafür dein eigen sein.
O Maid, gehört mir, wie du schwörst, Gehört das Kindlein mein, So soll mein Land und Leut' und Burg Dein und des Kindleins sein.« -
»O Graf, was ist für Lieb' und Treu All all dein rotes Gold? All all dein Land und Leut' und Burg Ist mir ein schnöder Sold.
Ein Liebesblick aus deinem Aug', So himmelblau und hold, Gilt, und wär' es noch so viel, Für all dein rotes Gold.
Ein Liebeskuß von deinem Mund, So purpurrot und süß, Gilt mir für Land und Leut' und Burg, Und wär's ein Paradies.« -
»O Maid früh morgen trab' ich weit Zu Gast nach Weißenstein, Und mit mir muß die schönste Maid, Wohl auf, wohl ab am Rhein.« -
»Trabst du zu Gast nach Weißenstein, So weit schon morgen früh; So laß, o Graf, mich mit dir gehn, Es ist mir kleine Müh.
Bin ich schon nicht die schönste Maid, Wohl auf, wohl ab am Rhein; So kleid' ich mich in Bubentracht, Dein Leibbursch dort zu sein.« -
»O Maid, willst du mein Leibbursch sein, Und heißen Er statt Sie; So kürz' dein seidnes Röcklein dir Halb zollbreit überm Knie.
So kürz' dein goldnes Härlein dir Halb zollbreit überm Aug! Dann magst du wohl mein Leibbursch sein; Denn also ist es Brauch.« -
Beiher lief sie den ganzen Tag, Beiher im Sonnenstrahl; Doch sprach er nie so hold ein Wort: Nun, Liebchen, reit' ein mal!
Sie lief durch Heid- und Pfriemenkraut, Lief barfuß neben an; Doch sprach er nie so hold ein Wort: O Liebchen, schuh dich an! -
»Gemach, gemach, du trauter Graf! Was jagst du so geschwind? Ach, meinen armen armen Leib Zersprengt mir sonst dein Kind.« -
»Ho, Maid siehst du das Wasser dort, Dem Brück' und Steg gebricht?« - »O Gott, Graf Walter, schone mein! Denn Schwimmen kann ich nicht.« -
Er kam zum Strand, er setzt' hinein, Hinein bis an das Kinn. - »Nun steh' mir Gott im Himmel bei! Sonst ist dein Kind dahin.« -
Sie rudert wohl mit Arm und Bein Hält doch empor ihr Kinn. Graf Waltern pochte doch das Herz; Doch folgt' er seinem Sinn.
Und als er überm Wasser war, Rief er sie an sein Knie: »Komm her, o Maid, und sieh, was dort, Was fern dort funkelt, sieh!
Siehst du wohl funkeln dort ein Schloß, Im Abendstrahl wie Gold? Zwölf schöne Jungfraun spielen dort. Die Schönste ist mir hold.
Siehst du wohl funkeln dort das Schloß, Aus weißem Stein erbaut? Zwölf schöne Jungfraun tanzen dort. Die Schönst' ist meine Braut.« -
»Wohl funkeln seh ich dort ein Schloß, Im Abendstrahl wie Gold. Gott segne, Gott behüte dich, Sammt deinem Liebchen hold!
Wohl funkeln seh' ich dort das Schloß, Aus weißem Stein erbaut. Gott segne, Gott behüte dich, Sammt deiner schönen Braut!« -
Sie kamen wohl zum blanken Schloß, Wie Gold im Abendstrahl, Zum Schloß, erbaut aus weißem Stein, Mit stattlichem Portal.
Sie sahn wohl die zwölf Jungfraun schön; Sie spielten lustig Ball. Die zwölfmal schöner war, als sie, Zog still ihr Roß zu Stall.
Sie sahn wohl die zwölf Jungfraun schön; Sie tanzten froh ums Schloß. Die zwölfmal schöner war, als sie, Zog still zur Weid' ihr Roß.
Des Grafen Schwester wundersvoll, Gar wundersvoll sprach sie: »Ha, welch ein Leibbursch! Nein, so schön War nie ein Leibbursch! Nie!
Ha, schöner als ein Leibbursch je Des höchsten Herrn gepflegt! Nur daß sein Leib, zu voll und rund, So hoch den Gürtel trägt!
Mir däucht, wie meiner Mutter Kind, Lieb' ich ihn zart und rein. Dürft' ich, so räumt' ich wohl zu Nacht Gemach und Bett ihm ein.« -
»Dem Bürschchen, rief Herr Walter stolz, Das lief durch Kot und Moor, Ziemt nicht der Herrin Schlafgemach, Ihr Bett nicht von Drapd'or.
Ein Bürschchen, das den ganzen Tag Durch Kot lief und durch Moor, Speist wohl sein Nachtbrot von der Faust, Und sinkt am Herd' aufs Ohr.« -
Nach Vespermahl und Gratias Ging Jedermann zur Ruh. Da rief Graf Walter: »Hier, mein Bursch! Was ich dir sag', das thu!
Hinab, geh flugs hinab zur Stadt, Geh alle Gassen durch! Die schönste Maid, die du ersiehst, Bescheide flugs zur Burg!
Die schönste Maid, die du ersiehst, All säuberlich und nett, Von Fuß zu Haupt, von Haupt zu Fuß, Die wirb mir für mein Bett!« -
Uns flugs ging sie hinab zur Stadt, Ging alle Gassen durch. Die schönste Maid, die sie ersah, Beschied sie flugs zur Burg.
Die schönste Maid, die sie ersah, All säuberlich und nett, Von Fuß zu Haupt, von Haupt zu Fuß, Die warb sie ihm fürs Bett. -
»Nun laß, o Graf, am Bettfuß nur Mich ruhn bis an den Tag! Im ganzen Schloß ist sonst kein Platz, Woselbst ich rasten mag.« -
Auf seinen Wink am Bettfuß sank Die schönste Maid dahin, Und ruhte bis zum Morgengrau Mit stillem frommen Sinn. -
»Hallo! Hallo! Es tönet bald Des Hirten Dorfschallmei. Auf, fauler Leibbursch! Gib dem Roß, Gib Haber ihm und Heu!
Bursch, goldnen Haber gib dem Roß, Und frisches grünes Heu! Damit es rasch und wohlgemut Mich heimzutragen sei.« -
Die sank wohl an die Kripp' im Stall; Ihr Leib war ihr so schwer. Sie krümmte sich auf rauhem Stroh Und wimmert', o wie sehr!
Da fuhr die alte Gräfin auf, Erweckt von Klageschall; »Auf, auf, Sohn Walter, auf und sieh! Was ächzt in deinem Stall?
In deinem Stalle haust ein Geist Und stöhnt in Nacht und Wind. Es stöhnet, als gebäre dort Ein Weiblein jetzt ihr Kind.« -
Hui sprang Graf Walter auf und griff Zum Hacken an der Wand. Und warf um seinen weißen Leib Das seidne Nachtgewand.
Und als er vor die Stallthür trat, Lauscht' er gar still davor. Das Ach und Weh der schönsten Maid Schlug kläglich an sein Ohr.
Sie sang: »Susu, lullull mein Kind! Mich jammert deine Not. Susu, lullull, susu, lieb lieb! O weine dich nicht tot!
Sammt deinem Vater schreibe Gott Dich in sein Segensbuch! Werd' ihm und dir ein Purpurkleid, Und mir ein Leichentuch!« -
»O nun, o nun, süß süße Maid, Süß süße Maid, halt ein! Mein Busen ist ja nicht von Eis Und nicht von Marmelstein.
O nun, o nun, süß süße Maid, Süß süße Maid halt ein! Es soll ja Tauf' und Hochzeit nun In einer Stunde sein.« -
Lückenbüßer.
Ein Harfner hatt' ein Harfenspiel Für seine Hand ersonnen. Drauf hatt' er süßen Lobes viel Im Land, umher gewonnen.
Keck stahl das Harfenspiel ein Schwarm Von Affen gleichen Jüngern, Und quälte sich, daß Gott erbarm! Dem Harfner nachzufingern.
Viel Glück, viel Glück zum Ehrenschmaus, Ihr ruhmbeflißnen Jünger! Die Harfe machts allein nicht aus, Stehlt ihm auch Hand und Finger!
Drittes Buch
Vermischte Gedichte
An Arist.
Wenn der gute Himmel mir Ewig, ewig, doch vergönnte, Daß ich, braver Mann, mit dir Meine Tage leben könnte! Nimmer, nimmer wollt' ich dann Noch nach andern Freuden jagen. Ja, fürwahr! ich wollte d'ran Kein gemeines Opfer wagen. Lieb' und Wein wollt' in entsagen, Deren doch ein froher Mann Nicht gar leicht entraten kann.
Das Dörfchen.
Ich rühme mir Mein Dörfchen hier! Denn schön're Auen, Als rings umher Die Blicke schauen, Blüh'n nirgends mehr.
Welch ein Gefilde, Zum schönsten Bilde Für Dietrichs Hand! Hier Felsenwand, Dort Ährenfelder Und Wiesengrün, Dem blaue Wälder Die Gränze ziehn! In jener Höhe Die Schäferei, Und in der Nähe Mein Sorgenfrei! So nenn' ich meine Geliebte, kleine Einsiedelei, Worin ich lebe, Zur Lust versteckt, Die ein Gewebe Von Ulm' und Rebe Grün überdeckt.
Dort kränzen Schlehen Die braune Kluft, Und Pappeln wehen In blauer Luft. Mit sanftem Rieseln Schleicht hier gemach Auf Silberkieseln Ein heller Bach; Fließt unter Zweigen, Die über ihn Sich wölbend neigen, Bald schüchtern hin; Läßt bald im Spiegel Den grünen Hügel, Wo Lämmer gehn, Des Ufers Büschchen Und alle Fischchen Im Grunde sehn, Da gleiten Schmerlen Und blasen Perlen. Ihr schneller Lauf Geht bald hinnieder, Und bald herauf Zur Fläche wieder.
Schön ist die Flur; Allein Elise Macht sie mir nur Zum Paradiese.
Der erste Blick Des morgens wecket Auch unser Glück. Nur leicht bedecket Führt sie mich hin, Wo Florens Beete Die Königin Der Morgenröte Mit Thränen näßt, Und Perlen blitzen Von allen Spitzen Des Grafes läßt. Die Knospe spaltet Die volle Brust; Die Blume faltet Sich auf zur Lust. Sie blüht, und blühet Doch schöner nicht, Als das Gesicht Elisens glühet.
Wanns heißer wird Geht man selbander Zu dem Mäander, Der unten irrt. Da sinkt zum Bade Der Schäferin, An das Gestade, Das Röckchen hin. Soll ich nicht eilen, Die Lust zu teilen? - Der Tag ist schwül, Geheim die Stelle, Und klar und kühl Die Badequelle.
Ein leichtes Mahl Mehrt dann die Zahl Von unsern Freunden. In weichem Gras, An Pappelweiden, Steht zwischen Beiden Das volle Glas. Der Trunk erweitert Nun bald das Herz, Und Witz erheitert Den sanften Scherz. Sie kömmt, und winket, Und schenkt mir ein, Doch lachend trinket Sie selbst den Wein; Flieht dann und dünket Sich gut versteckt; Doch bald entdeckt, Muß sie mit Küssen Den Frevel büßen. Drauf mischet sie Die Melodie Der süßen Kehle In das Ahi Der Philomele, Die so voll Seele Die sang, wie sie.
So zirkeln immer Lust und Genuß Und Überdruß, Befällt uns nimmer.
O Seligkeit! Daß doch die Zeit Dich nie zerstöre! Mir frisches Blut, Ihr treuen Mut Und Reiz gewähre! Das Glück mag dann, Mit vollen Händen, An Jedermann, Der schleppen kann, Sich arm verschwenden. Ich seh' es an, Entfernt vom Neide, Und stimme dann Mein Liedchen an, Zum Tanz der Freude: Ich rühme mir Mein Dörfchen hier!
Zum Spatz, der sich auf dem Saale gefangen hatte.
Bons dies, Herr Spatz! Ei, seht doch 'mal! Willkommen hier auf meinem Saal! Er ist gefangen sieht er wohl? Und stellt' er sich auch noch so toll, Und flög' er ewig, kreuz und quer, Nach allen Fenstern hin und her , Zerbräch' auch Schnabel sich und Kopf, Er ist gefangen, armer Tropf! Ich sein Despot, und er mein Sklav! Er sei Prinz, Junker, oder Graf, Bei seinem Spatzvolk! - Hör' er nun, Was all' ich mit ihm könnte thun. Zerzupfen, rupfen, Hals umdrehn - Da wird nicht Hund noch Hahn nach krähn - Zerschlagen ihn, mit einem Hieb', Und das mit Recht, Herr Galgendieb! Weiß er die Kirschen, die verschmitzt Er vor dem Maul mir wegstipitzt? Auch würd' es Fürstenkurzweil sein, Ließ' ich den Kater Lips herein. Wenn ich ja übergnädig wär', So holt' ich eine scharfe Scher', Und schnitt' ihm ab die Flügelein, Sammt seinem kecken Schwänzelein. Dann müßt' er unter Bett' und Bank! Im Staube flattern lebenslang. - He! Bürschchen, wie ist ihm zu Sinn? - Doch, seh' er, daß ein Mensch ich bin! Ich lass' ihn wieder frank und frei. Doch daß stets eingedenk ihm sei, Die Freiheit sei ein goldner Schatz, So hudelt man ihn erst, Herr Spatz, Und scheucht ihn hin und her husch! husch! Nun Fenster auf! Hinaus zu Busch !
Hu hu! Despotenhudelei! Gott wahre mich vor Sklaverei!
Mamsell La Regle.
Halb griechische, halb auch französische Doune, Ist Regula die wackerste Ma Bonne; Nimmt sorgsam überall, nimmt Tag und Nacht Die lieben Kinderchen gar wohl in acht; Weiß wohlgewandt zu gängeln, weiß spazieren Den kleinen Trupp vorsichtiglich zu führen; Und läßt fürwahr die trauten Kindelein Gefahr und Leid nicht eben leicht bedräun. Das kleine Volk nicht zu skandalisieren, Mag man sich gern ein wenig mit genieren. Oft hat's mich, wann um nichts und wieder nichts, So einer da, unartigen Gezüchts, Aus Übermut, der Bonne bloß zum Possen, Nicht folgsam war, oft hat's mich bald verdrossen. Doch wenn sie gar zu steif, mit Schneckenschritt, Durch nackte Gäng' und Sand-Alleen tritt, Und hin und her hofmeistert: »Fein gerade! Hübsch Füßchen aus- und einwärts hübsch die Wade! Den Rücken schlank! Fein Hals und Kopf empor! Zurück die Schultern! Bauch ein! Brust hervor!« Und wehren will, zur Linken oder Rechten, Eins auszutraben, Strauß und Kranz zu flechten, Das laßt hier ein und aus zum Ohr dort wehn! Laßt, Brüderchen, die alte Strunsel gehn! Nur Kinder mag also ihr Laufzaum schürzen! Was thut's, ob wir 'mal stolpern oder stürzen?
Notgedrungene Epistel des berühmten Schneiders Johannes Schere an Seinen großgünstigen Mären.
Wie kümmerlich, trotz seiner Göttlichkeit, Sich oft Genie hier unterm Monde nähre, Beweisen uns die Kepler, die Homere, Und hundert große Geister jeder Zeit Und jeder Erdenzone weit und breit: Doch wahrlich nicht zu sonderlicher Ehre Der undankbaren Menschlichkeit, Die ihnen späte Dankaltäre Und Opfer nach dem Tod' erst weiht.
Auch mir verlieh durch Schere, Zwirn und Nadel, Minerva Kunst und nicht gemeinen Adel. Allein der Lohn für meine Trefflichkeit Ist Hungersnot, ein Haderlumpenkleid, Ist oben ein der schwachen Seelen Tadel, Und dann ein mal, nach Ablauf dürrer Zeit, Des Namens Ruhm und Ewigkeit.
Allein was hilft's, wenn nach dem Tode Mich Leichenpredigt oder Ode Den größten aller Schneider nennt, Und ein vergoldet Marmor-Monument, An welchem Schere, Zwirn und Nadel hangen, Und Fingerhut und Bügeleisen prangen, Der späten Nachwelt dies bekennt? Wenn lebend mich mein Zeitgenosse Zu Stalle, gleich dem edlen Rosse, Auf Stroh zu schlafen, von sich stößt, Und nackend gehn und hungern läßt?
Der Stümper, der zu meinen Füßen kreucht, Beschmitzet zwar mit seines Neides Geifer, Weil nicht sein Blick an meine Höhe reicht, Oft meinen Ruhm, und schreit: Ich sei ein Säufer; Sei stets bedacht, mein Gütchen zu verthun, Und lass' indes die edle Nadel ruhn. O schnöder Neid! Denn überlegt mans reifer, Gesetzt den Fall, die Lästerung sei wahr, So ist dabei doch ausgemacht und klar, Und es bestätigt dies die Menge der Exempel, Daß solch ein Zug von je und je ein Stempel Erhabener Genieen war.
Sie binden sich nicht sklavisch an die Regel Der Lebensart, und fahren auf gut Glück, So wie der Wind der Laun' in ihre Segel Just stoßen mag, bald vorwärts bald zurück, Und lassen das gemeine Volk lavieren. Sie haben vor den selten Wundertieren Ein Stärkerrecht, daß man sie sorgsam hegt, Dankbar bekleidet und verpflegt, Zu hoch und frei, sich selber zu genieren. Und wenn der Überfluß verkehrter Welt Oft Affen, Murmeltier' und Raben, Und Kakadu und Papagei erhält: So sollten sie den Leckerbissen haben, Der von des reichen Tische fällt. Allein wie karg ist die verkehrte Welt Für ein Genie mit ihren Gaben!
Willst du davon ein redend Beispiel sehn, So schau auf mich, großgünstiger Mäcen, So guck' ein mal, nebst deinem teuern Weibe, Auf meinen Rock, durch deines Fensters Scheibe, Und sieh die Luft in hundert Hadern wehn, Und meinen Leib dem Winter offen stehn! Sprich selbst ein mal, ist's nicht die größte Schande, Daß mich, der ich so oft mit seidenem Gewande Bekleidete des Landes Grazien, Die Welt nun läßt in Haderlumpen gehn? Kann dies dich nicht zu mildem Mittleid reizen, Mit einer Kleinigkeit mir hülfreich beizustehn? Nein, Menschenfreund, du kannst nicht geizen!
Ich kann getrost auf deine Güte baun. Mich stärkt von deinen Liebesthaten So manches Beispiel im Vertraun. Du kannst, du wirst am besten mich beraten. So borge dann mir, für ein beßres Kleid, Zu Schutz und Trutz in dieser rauhen Zeit, Nur einen lumpigen Dukaten! Mit Dank bin ich ihn jederzeit Durch künstliche, durch dauerhafte Nahten, Abzuverdienen gern bereit.
Der Hund aus der Pfennigschenke
Es ging, was Ernstes zu bestellen, Ein Wandrer seinen stillen Gang, Als auf ihn los ein Hund, mit Bellen Und Rasseln vieler Halsbandschellen, Aus einer Pfennigschenke sprang. Er, ohne Stock und Stein zu heben, Noch sonst sich mit ihm abzugeben, Hub ruhig weiter Fuß und Stab, Und Kliffklaff ließ vom Lärmen ab.
Des Wegs kam auch mit Rohr und Degen, Flink, wohlgemut, keck und verwegen, Ein Herrchen Krauskopf herspaziert. Kliffklaff setzt an, und hochtuschiert Hält von dem Hunde sich das Herrchen. Und Herrchen Krauskopf ist ein Närrchen; Fängt mit dem Klaffer Händel an, Greift fix nach Steinen in die Runde, Und schleudert, was es schleudern kann, Und flucht und prügelt nach dem Hunde.
Der Köter knirrscht in jeden Stein, Zerrt bald an meines Herrchens Rocke, Bald an dem Degen, bald am Stocke, Beißt endlich gar ihm in das Bein, Und bellt so wütig, daß mit Haufen Die Nachbarn alle, groß und klein, Zu Fenstern und zu Thüren laufen. Die Buben klatschen und juchhein Und beten gar noch oben drein. Nun fing sich's Herrchen an zu schämen, Umsonst so sehr sich abzumühn. Es mußte sachtchen sich bequemen, Um dem Hallo sich zu entziehn, Wohl fürbaß seinen Weg zu nehmen, Und einzustecken Hohn und Schmach. Denn alle Straßenbuben gafften, Und alle Klaffkonsorten klafften Noch weit zum Dorf hinaus ihm nach. Dies Fabelchen führt Gold im Munde: Weicht aus dem Rezensentenhunde.
Göckingk an Bürger.
Verdammte Versemacherei! Was hast du angerichtet? Uns unsers Lebens einz'gen Mai Zum Kuckuck hingedichtet?
Gevatter Bürger! sagt einmal, Sind wir nicht brave Thoren, Daß wir, durch selbgemachte Qual, Den schönen Mai verloren?
Was hat man von dem Dichten? Hum! Vielleicht das bißchen Ehre: Gekannt zu sein von Publikum? - Ich dachte, was mir wäre!
Mag sein, daß man die Tafel spricht, Wann den durchlauchten Bäuchen Die Zeit lang währt: Ist Bürger nicht Amtmann zu Altengleichen?
Ein Fräulein thut dir wohl sogar Die Gnad' und fragt nicht minder: Trägt denn der Bürger eignes Haar? Hat er schon Frau und Kinder?
Ein Amtsauditor geht, bepackt Mit deinem Buch, zu Schönen Und lieset, daß der Balken knackt Und alle Fenster dröhnen.
Das hört denn ein Student und schreit: »Und wohnt' er bei den Sternen! Ich muß - ist Altengleichen weit? - Muß Bürgern kennen lernen.«
Und eh' Herr Bürger sich's versieht Kömmt mein Signor geritten, Und Bürger, für sein herrlich Lied, Muß ihn zum Essen bitten.
Da schlingt er nun den Truthahn ein, Den du mir aufbewahrtest, Und trinkt, - hol' ihn der Fuchs! - den Wein, Den du für mich erspartest.
Er rühmt dir daß sein gutes Herz, Will Freundschaft mit dir treiben, Und droht sogar - o Höllenschmerz! - Recht oft an dich zu schreiben.
Das macht: Manch ehrliches Journal Ließ laut dein Lob erschallen; Allein, wann las denn wohl einmal Herr Bürger Eins von allen?
Und ließ' ich dich in Kupfer, schier Von Bausen selber, stechen: Hilfst dir es etwas, wenn von dir Die Leut' ein Weilchen sprechen?
Was hast du von dem allen? Sklav! Wenn ich's zusammenpresse, Was ist es, als: Despotenschlaf Und Inquisiten-Blässe?
Hör' auf! Ich gab mein Herz dir hin, Eh' du ein Blatt geschrieben; Hör' auf! Und die Frau Amtmannin Wird dich noch lieber lieben.
Hör' auf! Als Dichter kennt man dich, Als Mensch lebst du verborgen; Kein Christenkind bekümmert sich Um alle deine Sorgen.
Ja! solltest du auch den Homer In Jamben übersetzen, Drob werden dich kein Haarbreit mehr Die! Herrn Minister schätzen.
Du würdest dennoch nach wie vor Amtmann zu Gleichen bleiben; Drum, trauter Bürger, sei kein Thor, Und trinke, statt zu schreiben.
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