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Hymne an die Freundschaft
An Neuffer und Magenau
Rings in schwesterlicher Stille Lauscht die blühende Natur; Aus des kühnen Herzens Fülle Tönt des Bundes Stimme nur; Leise rauschts im Eichenhaine, Nie gefühlte Lüfte wehn, Wo in höhrem Sternenscheine Wir das ernste Fest begehn.
Ha! in süßem Wohlgefallen Säuselt hier der Väter Schar, Abgeschiedne Freunde wallen Lächelnd um den Moosaltar; Und der hellen Tyndariden Brüderliches Auge lacht Froh wie wir in deinem Frieden, Schöne feierliche Nacht!
Heiliger und reiner tönte Dieser Herzen Jubel nie, Unter Schwur und Kuß verschönte, Freundschaft! deine Milde sie; Zürne nicht der Wonne Zähren! Laß, o laß uns huldigen, Schönste von Olympos Heeren, Krone der Unsterblichen!
Als der Geister Wunsch gelungen, Und gereift die Stunde war, Da, von Ares Arm umschlungen, Cytherea dich gebar, Als die Heldin ohne Tadel Nun der Erde Sohn so nah Staunend in des Vaters Adel, In der Mutter Gürtel sah,
Da begann zu Sonnenhöhen Nie versuchten Adlerflug, Was von Göttern ausersehen Kraft und Lieb im Busen trug; Stolzer hub des Sieges Flügel, Rosiger der Friede sich; Jauchzend um die Blumenhügel Grüßte Gram und Sorge dich.
Blutend trug die Siegesfahne, In der Stürme Donner schwamm Durch die wilden Ozeane, Wer aus deinem Schoße kam; Deiner Riesen Wehre klangen Bis hinab zur alten Nacht - Ha! des Orkus Tore sprangen, Zitternd deiner Zaubermacht!
Trunken, wie von Hebes Schale, Kos'ten sie in süßer Rast Am ersehnten Opfermahle Nach der schwülen Tage Last; Göttern glich der Freunde Rächer, Wenn die stolze Zähre sank In den vollen Labebecher, Den er seinem Siege trank.
Liebend stieg die Muse nieder, Als sie in Arkadia Dich im göttlichen Gefieder Schwebend um die Schäfer sah; Mutter Herz und Lippe brannten, Feierten im Liede dich, Und am süßen Laute kannten Jubelnd deine Söhne sich. -
Ha! in deinem Schoße schwindet Jede Sorg und fremde Lust; Nur in deinem Himmel findet Sättigung die wilde Brust; Frommen Kindersinnes wiegen Sich im Schoße der Natur - Über Stolz und Lüge siegen Deine Auserwählten nur. -
Dank, o milde Segensrechte! Für die Wonn und Heiligkeit, Für der hohen Bundesnächte Süße kühne Trunkenheit; Für des Trostes Melodien, Für der Hoffnung Labetrank, Für die tausend Liebesmühen Weinenden entflammten Dank!
Siehe, Frücht und Äste fallen, Felsen stürzt der Zeitenfluß; Freundlich winkt zu Minos Hallen Bald der stille Genius; Doch es lebe, was hienieden Schönes, Göttliches verblüht, Hier, o Brüder! Tyndariden! Wo die reine Flamme glüht. -
Ha! die frohen Geister ringen Zur Unendlichkeit hinan, Tiefer ahndungsvoller dringen Wir in diesen Ozean! Hin zu deiner Wonne schweben Wir aus Sturm und Dämmerung, Du, der Myriaden Leben Heilig Ziel! Vereinigung!
Wo in seiner Siegesfeier Götterlust der Geist genießt, Süßer, heiliger und freier Seel in Seele sich ergießt, Wo ins Meer die Ströme rinnen, Singen bei der Pole Klang Wir der Geisterköniginnen Schönster einst Triumphgesang.
Hymne an die Liebe
Froh der süßen Augenweide Wallen wir auf grüner Flur; Unser Priestertum ist Freude, Unser Tempel die Natur; - Heute soll kein Auge trübe, Sorge nicht hienieden sein! Jedes Wesen soll der Liebe, Frei und froh, wie wir, sich freun!
Höhnt im Stolze, Schwestern, Brüder! Höhnt der scheuen Knechte Tand! Jubelt kühn das Lied der Lieder, Festgeschlungen Hand in Hand! Steigt hinauf am Rebenhügel, Blickt hinab ins weite Tal! Überall der Liebe Flügel, Hold und herrlich überall!
Liebe bringt zu jungen Rosen Morgentau von hoher Luft, Lehrt die warmen Lüfte kosen In der Maienblume Duft; Um die Orione leitet Sie die treuen Erden her, Folgsam ihrem Winke, gleitet Jeder Strom ins weite Meer;
An die wilden Berge reihet Sie die sanften Täler an, Die entbrannte Sonn erfreuet Sie im stillen Ozean; Siehe! mit der Erde gattet Sich des Himmels heilge Lust, Von den Wettern überschattet Bebt entzückt der Mutter Brust.
Liebe wallt durch Ozeane, Höhnt der dürren Wüste Sand, Blutet an der Siegesfahne Jauchzend für das Vaterland; Liebe trümmert Felsen nieder, Zaubert Paradiese hin - Lächelnd kehrt die Unschuld wieder, Göttlichere Lenze blühn.
Mächtig durch die Liebe, winden Von der Fessel wir uns los, Und die trunknen Geister schwinden Zu den Sternen, frei und groß! Unter Schwur und Kuß vergessen Wir die träge Flut der Zeit, Und die Seele naht vermessen Deiner Lust, Unendlichkeit
Hymne an den Genius der Jugend
Heil! das schlummernde Gefieder Ist zu neuem Flug erwacht, Triumphierend fühl ich wieder Lieb und stolze Geistesmacht; Siehe! deiner Himmelsflamme, Deiner Freud und Stärke voll, Herrscher in der Götter Stamme! Sei der kühnen Liebe Zoll.
Ha! der brüderlichen Milde, So von deiner Stirne spricht! Solch harmonisches Gebilde Weidete kein Auge nicht; Wie um ihn die Aare schweben, Wie die Lock im Fluge weht! - Wo im ungemeßnen Leben Lebt so süße Majestät?
Lächelnd sah der Holde nieder Auf die winterliche Flur, Und sie lebt und liebet wieder, Die entschlummerte Natur; Um die Hügel und die Tale Jauchz ich nun im Vollgenuß, Über deinem Freudenmahle, Königlicher Genius!
Ha! wie diese Götteraue Wieder lächelt und gedeiht! Alles, was ich fühl und schaue, Eine Lieb und Seligkeit! Felsen hat der Falk erschwungen, Sich, wie dieses Herz, zu freun, Und, von gleicher Kraft durchdrungen, Strebt und rauscht der Eichenhain.
Unter liebendem Gekose Schmieget Well an Welle sich; Liebend fühlt die süße Rose, Fühlt die heilge Myrte dich; Tausend frohe Leben winden Schüchtern sich um Tellus Brust, Und dem blauen Aether künden Tausend Jubel deine Lust.
Doch des Herzens schöne Flamme, Die mir deine Huld verlieh, Herrscher in der Götter Stamme! Süßer, stolzer fühl ich sie; Deine Frühlinge verblühten, Manch Geliebtes welkte dir; - Wie vor Jahren sie erglühten, Glühen Herz und Stirne mir.
O! du lohnst die stille Bitte Noch mit innigem Genuß, Leitest noch des Pilgers Tritte Zu der Freude Götterkuß; Mit der Balsamtropfe kühlen Hoffnungen die Wunde doch, Süße Täuschungen umspielen Doch die dürren Pfade noch.
Jedem Adel hingegeben, Jeder lesbischen Gestalt, Huldiget das trunkne Leben Noch der Schönheit Allgewalt; Törig hab ich oft gerungen, Dennoch herrscht zu höchster Lust, Herrscht zu süßen Peinigungen Liebe noch, in dieser Brust.
An der alten Taten Heere Weidet noch das Auge sich. Ha! der großen Väter Ehre Spornet noch zum Ziele mich; Rastlos, bis in Plutons Hallen Meiner Sorgen schönste ruht, Die erkorne Bahn zu wallen, Fühl ich Stärke noch und Mut.
Wo die Nektarkelche glühen, Seiner Siege Zeus genießt, Und sein Aar, von Melodien Süß berauscht, das Auge schließt, Wo, mit heilgem Laub umwunden, Der Heroën Schar sich freut, Fühlt noch oft, von dir entbunden, Meine Seele Göttlichkeit.
Preis, o Schönster der Dämonen! Preis dir, Herrscher der Natur! Auch der Götter Regionen Blühn durch deine Milde nur; Trübte sich in heilgem Zorne Je dein strahlend Angesicht - Ha! sie tränken aus dem Borne Ewger Lust und Schöne nicht!
Eos, glühend vom Genusse, Durch die Liebe schön und groß, Wände sich von Tithons Kusse Alternd und verkümmert los; Der in königlicher Eile Lächelnd durch den Aether wallt, Phoebus trauert' um die Pfeile, Um die Kühnheit und Gestalt.
Träg zu lieben, und zu hassen, Ganz, von ihrer Siegeslust, Ihrer wilden Kraft verlassen, Schlummert' Ares stolze Brust; Ha! den Todesbecher tränke Selbst des Donnergottes Macht! - Erd und Firmament versänke Wimmernd in des Chaos Nacht.
Doch in namenlosen Wonnen Feiern ewig Welten dich, In der Jugend Strahlen sonnen Ewig alle Geister sich; - Mag des Herzens Glut erkalten, Mag im langen Kampfe mir Jede süße Kraft veralten, Neuverschönt erwacht sie dir!
An eine Rose
Ewig trägt im Mutterschoße, Süße Königin der Flur! Dich und mich die stille, große, Allbelebende Natur; Röschen! unser Schmuck veraltet, Stürm entblättern dich und mich, Doch der ewge Keim entfaltet Bald zu neuer Blüte sich.
An Hiller
Du lebtest, Freund!- Wer nicht die köstliche Reliquie des Paradieses, nicht Der Liebe goldne königliche Frucht, Wie du, auf seinem Lebenswege brach, Wem nie im Kreise freier Jünglinge In süßem Ernst der Freundschaft trunkne Zähre Hinab ins Blut der heilgen Rebe rann, Wer nicht, wie du, aus dem begeisternden, Dem ewigvollen Becher der Natur Sich Mut und Kraft, und Lieb und Freude trank, Der lebte nie, und wenn sich ein Jahrhundert, Wie eine Last, auf seiner Schulter häuft. - Du lebtest, Freund!es blüht nur wenigen Des Lebens Morgen, wie er dir geblüht; Du fandest Herzen, dir an Einfalt, dir An edlem Stolze gleich; es sproßten dir Viel schöne Blüten der Geselligkeit; Auch adelte die innigere Lust, Die Tochter weiser Einsamkeit, dein Herz; Für jeden Reiz der Hügel und der Tale, Für jede Grazien des Frühlings ward Ein offnes unumwölktes Auge dir.
Dich, Glücklicher, umfing die Riesentochter Der schaffenden Natur, Helvetia; Wo frei und stark der alte, stolze Rhein Vom Fels hinunter donnert, standest du Und jubeltest ins herrliche Getümmel. Wo Fels und Wald ein holdes zauberisches Arkadien umschließt, wo himmelhoch Gebirg, Des tausendjährgen Scheitel ewger Schnee, Wie Silberhaar des Greisen Stirne, kränzt, Umschwebt von Wetterwolken und von Adlern, Sich unabsehbar in die Ferne dehnt, Wo Tells und Walthers heiliges Gebein Der unentweihten freundlichen Natur Im Schoße schläft, und manches Helden Staub, Vom leisen Abendwind emporgeweht, Des Sennen sorgenfreies Dach umwallt, Dort fühltest du, was groß und göttlich ist, Von seligen Entwürfen glühte dir, Von tausend goldnen Träumen deine Brust; Und als du nun vom lieben heilgen Lande Der Einfalt und der freien Künste schiedst, Da wölkte freilich sich die Stirne dir, Doch schuf dir bald mit ihrem Zauberstabe Manch selig Stündchen die Erinnerung.
Wohl ernster schlägt sie nun, die Scheidestunde; Denn ach! sie mahnt, die unerbittliche, Daß unser Liebstes welkt, daß ewge Jugend Nur drüben im Elysium gedeiht; Sie wirft uns auseinander, Herzensfreund! Wie Mast und Segel vom zerrißnen Schiffe Im wilden Ozean der Sturm zerstreut. Vielleicht indes uns andre nah und ferne Der unerforschten Pepromene Wink Durch Steppen oder Paradiese führt, Fliegst du der jungen seligeren Welt Auf deiner Philadelphier Gestaden Voll frohen Muts im fernen Meere zu; Vielleicht, daß auch ein süßes Zauberband Ans abgelebte feste Land dich fesselt! Denn traun! ein Rätsel ist des Menschen Herz! Oft flammt der Wunsch, unendlich fortzuwandern, Unwiderstehlich herrlich in uns auf; Oft deucht uns auch im engbeschränkten Kreise Ein Freund, ein Hüttchen, und ein liebes Weib Zu aller Wünsche Sättigung genug. - Doch werfe, wie sie will, die Scheidestunde Die Herzen, die sich lieben, auseinander! Es scheuet ja der Freundschaft heilger Fels Die träge Zeit, und auch die Ferne nicht. Wir kennen uns, du Teurer! - Lebe wohl!
Dem Genius der Kühnheit
Eine Hymne
Wer bist du? wie zur Beute, breitet Das Unermeßliche vor dir sich aus, Du Herrlicher! mein Saitenspiel geleitet Dich auch hinab in Plutons dunkles Haus; So flogen auf Ortygias Gestaden, Indes der Lieder Sturm die Wolken brach, Dem Rebengott die taumelnden Mänaden In wilder Lust durch Hain und Klüfte nach.
Einst war, wie mir, der stille Funken Zu freier heitrer Flamme dir erwacht, Du braustest so, von junger Freude trunken, Voll Übermuts durch deiner Wälder Nacht, Als von der Meisterin, der Not, geleitet, Dein ungewohnter Arm die Keule schwang, Und drohend sich, vom ersten Feind erbeutet, Die Löwenhaut um deine Schulter schlang. -
Wie nun in jugendlichem Kriege Heroënkraft mit der Natur sich maß! Ach! wie der Geist, vom wunderbaren Siege Berauscht, der armen Sterblichkeit vergaß! Die stolzen Jünglinge! die kühnen! Sie legten froh dem Tiger Fesseln an, Sie bändigten, von staunenden Delphinen Umtanzt, den königlichen Ozean.
Oft hör ich deine Wehre rauschen, Du Genius der Kühnen! und die Lust, Den Wundern deines Heldenvolks zu lauschen, Sie stärkt mir oft die lebensmüde Brust; Doch weilst du freundlicher um stille Laren, Wo eine Welt der Künstler kühn belebt, Wo um die Majestät des Unsichtbaren Ein edler Geist der Dichtung Schleier webt.
Den Geist des Alls, und seine Fülle Begrüßte Mäons Sohn auf heilger Spur, Sie stand vor ihm, mit abgelegter Hülle, Voll Ernstes da, die ewige Natur; Er rief sie kühn vom dunklen Geisterlande, Und lächelnd trat, in aller Freuden Chor, Entzückender im menschlichen Gewande Die namenlose Königin hervor.
Er sah die dämmernden Gebiete, Wohin das Herz in banger Lust begehrt, Er streuete der Hoffnung süße Blüte Ins Labyrinth, wo keiner wiederkehrt, Dort glänzte nun in mildem Rosenlichte Der Lieb und Ruh ein lächelnd Heiligtum, Er pflanzte dort der Hesperiden Früchte, Dort stillt die Sorgen nun Elysium.
Doch schrecklich war, du Gott der Kühnen! Dein heilig Wort, wenn unter Nacht und Schlaf Verkündiger des ewgen Lichts erschienen, Und den Betrug der Wahrheit Flamme traf; Wie seinen Blitz aus hohen Wetternächten Der Donnerer auf bange Tale streut, So zeigtest du entarteten Geschlechten Der Riesen Sturz, der Völker Sterblichkeit.
Du wogst mit strenggerechter Schale, Wenn mit der Toge du das Schwert vertauscht, Du sprachst, sie wankten, die Sardanapale, Vom Taumelkelche deines Zorns berauscht; Es schröckt' umsonst mit ihrem Tigergrimme Dein Tribunal die alte Finsternis, Du hörtest ernst der Unschuld leise Stimme, Und opfertest der heilgen Nemesis.
Verlaß mit deinem Götterschilde, Verlaß, o du der Kühnen Genius! Die Unschuld nie. Gewinne dir und bilde Das Herz der Jünglinge mit Siegsgenuß! O säume nicht! ermahne, strafe, siege! Und sichre stets der Wahrheit Majestät, Bis aus der Zeit geheimnisvoller Wiege Des Hirnwels Kind, der ewge Friede geht.
Griechenland
An St.
Hätt ich dich im Schatten der Platanen, Wo durch Blumen der Cephissus rann, Wo die Jünglinge sich Ruhm ersannen, Wo die Herzen Sokrates gewann, Wo Aspasia durch Myrten wallte, Wo der brüderlichen Freude Ruf Aus der lärmenden Agora schallte, Wo mein Plato Paradiese schuf,
Wo den Frühling Festgesänge würzten, Wo die Ströme der Begeisterung Von Minervens heilgem Berge stürzten - Der Beschützerin zur Huldigung - Wo in tausend süßen Dichterstunden, Wie ein Göttertraum, das Alter schwand, Hätt ich da, Geliebter! dich gefunden, Wie vor Jahren dieses Herz dich fand,
Ach! wie anders hätt ich dich umschlungen! - Marathons Heroën sängst du mir, Und die schönste der Begeisterungen Lächelte vom trunknen Auge dir, Deine Brust verjüngten Siegsgefühle, Deinen Geist, vom Lorbeerzweig umspielt, Drückte nicht des Lebens stumpfe Schwüle, Die so karg der Hauch der Freude kühlt.
Ist der Stern der Liebe dir verschwunden? Und der Jugend holdes Rosenlicht? Ach! umtanzt von Hellas goldnen Stunden, Fühltest du die Flucht der Jahre nicht, Ewig, wie der Vesta Flamme, glühte Mut und Liebe dort in jeder Brust, Wie die Frucht der Hesperiden, blühte Ewig dort der Jugend stolze Lust.
Ach! es hätt in jenen bessern Tagen Nicht umsonst so brüderlich und groß Für das Volk dein liebend Herz geschlagen, Dem so gern der Freude Zähre floß! - Harre nun! sie kömmt gewiß, die Stunde, Die das Göttliche vom Kerker trennt - Stirb! du suchst auf diesem Erdenrunde, Edler Geist! umsonst dein Element.
Attika, die Heldin, ist gefallen; Wo die alten Göttersöhne ruhn, Im Ruin der schönen Marmorhallen Steht der Kranich einsam trauernd nun; Lächelnd kehrt der holde Frühling nieder, Doch er findet seine Brüder nie In Ilissus heilgem Tale wieder - Unter Schutt und Dornen schlummern sie.
Mich verlangt ins ferne Land hinüber Nach Alcäus und Anakreon, Und ich schlief' im engen Hause lieber, Bei den Heiligen in Marathon; Ach! es sei die letzte meiner Tränen, Die dem lieben Griechenlande rann, Laßt, o Parzen, laßt die Schere tönen, Denn mein Herz gehört den Toten an!
An Neuffer
Im März. 1794
Noch kehrt in mich der süße Frühling wieder, Noch altert nicht mein kindischfröhlich Herz, Noch rinnt vom Auge mir der Tau der Liebe nieder Noch lebt in mir der Hoffnung Lust und Schmerz.
Noch tröstet mich mit süßer Augenweide Der blaue Himmel und die grüne Flur, Mir reicht die Göttliche den Taumelkelch der Freude, Die jugendliche freundliche Natur.
Getrost! es ist der Schmerzen wert, dies Leben, So lang uns Armen Gottes Sonne scheint, Und Bilder beßrer Zeit um unsre Seele schweben, Und ach! mit uns ein freundlich Auge weint.
Das Schicksal
Proskynountes tên eimarmenên, sophoi. Aeschylus
Als von des Friedens heilgen Talen, Wo sich die Liebe Kränze wand, Hinüber zu den Göttermahlen Des goldnen Alters Zauber schwand, Als nun des Schicksals ehrne Rechte, Die große Meisterin, die Not, Dem Übermächtigen Geschlechte Den langen, bittern Kampf gebot, Da sprang er aus der Mutter Wiege, Da fand er sie, die schöne Spur Zu seiner Tugend schwerem Siege, Der Sohn der heiligen Natur; Der hohen Geister höchste Gabe, Der Tugend Löwenkraft begann Im Siege, den ein Götterknabe Den Ungeheuern abgewann.
Es kann die Lust der goldnen Ernte Im Sonnenbrande nur gedeihn; Und nur in seinem Blute lernte Der Kämpfer, frei und stolz zu sein; Triumph! die Paradiese schwanden, Wie Flammen aus der Wolke Schoß, Wie Sonnen aus dem Chaos, wanden Aus Stürmen sich Heroën los.
Der Not ist jede Lust entsprossen, Und unter Schmerzen nur gedeiht Das Liebste, was mein Herz genossen, Der holde Reiz der Menschlichkeit; So stieg, in tiefer Flut erzogen, Wohin kein sterblich Auge sah, Stillächelnd aus den schwarzen Wogen In stolzer Blüte Cypria.
Durch Not vereiniget, beschwuren Vom Jugendtraume süß berauscht Den Todesbund die Dioskuren, Und Schwert und Lanze ward getauscht; In ihres Herzens Jubel eilten Sie, wie ein Adlerpaar, zum Streit, Wie Löwen ihre Beute, teilten Die Liebenden Unsterblichkeit. -
Die Klagen lehrt die Not verachten, Beschämt und ruhmlos läßt sie nicht Die Kraft der Jünglinge verschmachten, Gibt Mut der Brust, dem Geiste Licht; Der Greise Faust verjüngt sie wieder; Sie kömmt, wie Gottes Blitz, heran, Und trümmert Felsenberge nieder, Und wallt auf Riesen ihre Bahn.
Mit ihrem heilgen Wetterschlage, Mit Unerbittlichkeit vollbringt Die Not an Einem großen Tage, Was kaum Jahrhunderten gelingt; Und wenn in ihren Ungewittern Selbst ein Elysium vergeht, Und Welten ihrem Donner zittern - Was groß und göttlich ist, besteht. -
O du, Gespielin der Kolossen, O weise, zürnende Natur, Was je ein Riesenherz beschlossen, Es keimt' in deiner Schule nur. Wohl ist Arkadien entflohen; Des Lebens beßre Frucht gedeiht Durch sie, die Mutter der Heroën, Die eherne Notwendigkeit. -
Für meines Lebens goldnen Morgen Sei Dank, o Pepromene, dir! Ein Saitenspiel und süße Sorgen Und Träum und Tränen gabst du mir; Die Flammen und die Stürme schonten Mein jugendlich Elysium, Und Ruh und stille Liebe thronten In meines Herzens Heiligtum.
Es reife von des Mittags Flamme, Es reife nun vom Kampf und Schmerz Die Blüt am grenzenlosen Stamme, Wie Sprosse Gottes, dieses Herz! Beflügelt Voll dem Sturm, erschwinge Mein Geist des Lebens höchste Lust, Der Tugend Siegeslust verjünge Bei kargem Glücke mir die Brust!
Im heiligsten der Stürme falle Zusammen meine Kerkerwand, Und herrlicher und freier walle Mein Geist ins unbekannte Land! Hier blutet oft der Adler Schwinge; Auch drüben warte Kampf und Schmerz! Bis an der Sonnen letzte ringe, Genährt vom Siege, dieses Herz.
Freundeswunsch
An Rosine St. -
Wenn vom Frühling rund umschlungen, Von des Morgens Hauch umweht, Trunken nach Erinnerungen Meine wache Seele späht, Wenn, wie einst am fernen Herde, Mir so süß die Sonne blinkt, Und ihr Strahl ins Herz der Erde, Und der Erdenkinder dringt,
Wenn umdämmert von der Weide, Wo der Bach vorüber rinnt, Tief bewegt von Leid und Freude Meine Seele träumt, und sinnt, Wenn im Haine Geister säuseln, Wenn im Mondenschimmer sich Kaum die stillen Teiche kräuseln, Schau ich oft und grüße dich.
Edles Herz, du bist der Sterne Und der schönen Erde wert, Bist des wert, so viel die ferne Nahe Mutter dir beschert. Sieh, mit deiner Liebe lieben Schöner die Erwählten nur; Denn du bist ihr treu geblieben, Deiner Mutter, der Natur!
Der Gesang der Haine schalle Froh, wie du, um deinen Pfad; Sanft bewegt vom Weste, walle, Wie dein friedlich Herz, die Saat. Deine liebste Blüte regne, Wo du wandelst, auf die Flur, Wo dein Auge weilt, begegne Dir das Lächeln der Natur.
Oft im stillen Tannenhaine Webe dir ums Angesicht Seine zauberische reine Glorie das Abendlicht! Deines Herzens Sorge wiege Drauf die Nacht in süße Ruh, Und die freie Seele fliege Liebend den Gestirnen zu.
Der Gott der Jugend
Gehn dir im Dämmerlichte, Wenn in der Sommernacht Für selige Gesichte Dein liebend Auge wacht, Noch oft der Freunde Manen Und, wie der Sterne Chor, Die Geister der Titanen Des Altertums empor,
Wird da, wo sich im Schönen Das Göttliche verhüllt, Noch oft das tiefe Sehnen Der Liebe dir gestillt, Belohnt des Herzens Mühen Der Ruhe Vorgefühl, Und tönt von Melodien Der Seele Saitenspiel,
So such im stillsten Tale Den blütenreichsten Hain, Und gieß aus goldner Schale Den frohen Opferwein! Noch lächelt unveraltet Des Herzens Frühling dir, Der Gott der Jugend waltet Noch über dir und mir.
Wie unter Tiburs Bäumen, Wenn da der Dichter saß, Und unter Götterträumen Der Jahre Flucht vergaß, Wenn ihn die Ulme kühlte, Und wenn sie stolz und froh Um Silberblüten spielte, Die Flut des Anio,
Und wie um Platons Hallen, Wenn durch der Haine Grün, Begrüßt von Nachtigallen, Der Stern der Liebe schien, Wenn alle Lüfte schliefen, Und, sanft bewegt vom Schwan, Cephissus durch Oliven Und Myrtensträuche rann,
So schön ists noch hienieden! Auch unser Herz erfuhr Das Leben und den Frieden Der freundlichen Natur; Noch blüht des Himmels Schöne, Noch mischen brüderlich In unsers Herzens Töne Des Frühlings Laute sich.
Drum such im stillsten Tale Den düftereichsten Hain, Und gieß aus goldner Schale Den frohen Opferwein, Noch lächelt unveraltet Das Bild der Erde dir, Der Gott der Jugend waltet Noch über dir und mir.
An die Natur
Da ich noch um deinen Schleier spielte, Noch an dir, wie eine Blüte, hing, Noch dein Herz in jedem Laute fühlte, Der mein zärtlichbebend Herz umfing, Da ich noch mit Glauben und mit Sehnen Reich, wie du, vor deinem Bilde stand, Eine Stelle noch für meine Tränen, Eine Welt für meine Liebe fand,
Da zur Sonne noch mein Herz sich wandte, Als vernähme seine Töne sie, Und die Sterne seine Brüder nannte Und den Frühling Gottes Melodie, Da im Hauche, der den Hain bewegte, Noch dein Geist, dein Geist der Freude sich In des Herzens stiller Welle regte, Da umfingen goldne Tage mich.
Wenn im Tale, wo der Quell mich kühlte, Wo der jugendlichen Sträuche Grün Um die stillen Felsenwände spielte Und der Aether durch die Zweige schien, Wenn ich da, von Blüten übergossen, Still und trunken ihren Othem trank Und zu mir, von Licht und Glanz umflossen, Aus den Höhn die goldne Wolke sank -
Wenn ich fern auf nackter Heide wallte, Wo aus dämmernder Geklüfte Schoß Der Titanensang der Ströme schallte Und die Nacht der Wolken mich umschloß, Wenn der Sturm mit seinen Wetterwogen Mir vorüber durch die Berge fuhr Und des Himmels Flammen mich umflogen, Da erschienst du, Seele der Natur!
Oft verlor ich da mit trunknen Tränen Liebend, wie nach langer Irre sich In den Ozean die Ströme sehnen, Schöne Welt! in deiner Fülle mich; Ach! da stürzt ich mit den Wesen allen Freudig aus der Einsamkeit der Zeit, Wie ein Pilger in des Vaters Hallen, In die Arme der Unendlichkeit. -
Seid gesegnet, goldne Kinderträume, Ihr verbargt des Lebens Armut mir, Ihr erzogt des Herzens gute Keime, Was ich nie erringe, schenktet ihr! O Natur! an deiner Schönheit Lichte, Ohne Müh und Zwang entfalteten Sich der Liebe königliche Früchte, Wie die Ernten in Arkadien.
Tot ist nun, die mich erzog und stillte, Tot ist nun die jugendliche Welt, Diese Brust, die einst ein Himmel füllte, Tot und dürftig, wie ein Stoppelfeld; Ach! es singt der Frühling meinen Sorgen Noch, wie einst, ein freundlich tröstend Lied, Aber hin ist meines Lebens Morgen, Meines Herzens Frühling ist verblüht.
Ewig muß die liebste Liebe darben, Was wir lieben, ist ein Schatten nur, Da der Jugend goldne Träume starben, Starb für mich die freundliche Natur; Das erfuhrst du nicht in frohen Tagen, Daß so ferne dir die Heimat liegt, Armes Herz, du wirst sie nie erfragen, Wenn dir nicht ein Traum von ihr genügt.
An die Unerkannte
Kennst du sie, die selig, wie die Sterne, Von des Lebens dunkler Woge ferne Wandellos in stiller Schöne lebt, Die des Herzens löwenkühne Siege, Des Gedankens fesselfreie Flüge, Wie der Tag den Adler, überschwebt?
Die uns trifft mit ihren Mittagsstrahlen, Uns entflammt mit ihren Idealen, Wie vom Himmel, uns Gebote schickt, Die die Weisen nach dem Wege fragen, Stumm und ernst, wie von dem Sturm verschlagen Nach dem Orient der Schiffer blickt?
Die das Beste gibt aus schöner Fülle, Wenn aus ihr die Riesenkraft der Wille Und der Geist sein stilles Urteil nimmt, Die dem Lebensliede seine Weise, Die das Maß der Ruhe, wie dem Fleiße Durch den Mittler, unsern Geist, bestimmt?
Die, wenn uns des Lebens Leere tötet, Magisch uns die welken Schläfe rötet, Uns mit Hoffnungen das Herz verjüngt, Die den Dulder, den der Sturm zertrümmert, Den sein fernes Ithaka bekümmert, In Alcinous Gefilde bringt?
Kennst du sie, die uns mit Lorbeerkronen, Mit der Freude beßrer Regionen, Ehe wir zu Grabe gehn, vergilt, Die der Liebe göttlichstes Verlangen, Die das Schönste, was wir angefangen, Mühelos im Augenblick erfüllt?
Die der Kindheit Wiederkehr beschleunigt, Die den Halbgott, unsern Geist, vereinigt Mit den Göttern, die er kühn verstößt, Die des Schicksals ehrne Schlüsse mildert, Und im Kampfe, wenn das Herz verwildert, Uns besänftigend den Harnisch löst?
Die das Eine, das im Raum der Sterne, Das du suchst in aller Zeiten Ferne Unter Stürmen, auf verwegner Fahrt, Das kein sterblicher Verstand ersonnen, Keine, keine Tugend noch gewonnen, Die des Friedens goldne Frucht bewahrt?
An Herkules
In der Kindheit Schlaf begraben Lag ich, wie das Erz im Schacht; Dank, mein Herkules! den Knaben Hast zum Manne du gemacht, Reif bin ich zum Königssitze Und mir brechen stark und groß Taten, wie Kronions Blitze, Aus der Jugend Wolke los.
Wie der Adler seine Jungen, Wenn der Funk im Auge klimmt, Auf die kühnen Wanderungen In den frohen Aether nimmt, Nimmst du aus der Kinderwiege, Von der Mutter Tisch und Haus In die Flamme deiner Kriege, Hoher Halbgott, mich hinaus.
Wähntest du, dein Kämpferwagen Rolle mir umsonst ins Ohr? Jede Last, die du getragen, Hub die Seele mir empor, Zwar der Schüler mußte zahlen; Schmerzlich brannten, stolzes Licht, Mir im Busen deine Strahlen, Aber sie verzehrten nicht.
Wenn für deines Schicksals Wogen Hohe Götterkräfte dich, Kühner Schwimmer! auferzogen, Was erzog dem Siege mich? Was berief den Vaterlosen, Der in dunkler Halle saß, Zu dem Göttlichen und Großen, Daß er kühn an dir sich maß?
Was ergriff und zog vom Schwarme Der Gespielen mich hervor? Was bewog des Bäumchens Arme Nach des Aethers Tag empor? Freundlich nahm des jungen Lebens Keines Gärtners Hand sich an, Aber kraft des eignen Strebens Blickt und wuchs ich himmelan.
Sohn Kronions! an die Seite Tret ich nun errötend dir, Der Olymp ist deine Beute; Komm und teile sie mit mir! Sterblich bin ich zwar geboren, Dennoch hat Unsterblichkeit Meine Seele sich geschworen, Und sie hält, was sie gebeut.
Die Eichbäume
Aus den Gärten komm ich zu euch, ihr Söhne des Berges! Aus den Gärten, da lebt die Natur geduldig und häuslich, Pflegend und wieder gepflegt mit dem fleißigen Menschen zusammen. Aber ihr, ihr Herrlichen! steht, wie ein Volk von Titanen In der zahmeren Welt und gehört nur euch und dem Himmel, Der euch nährt' und erzog, und der Erde, die euch geboren. Keiner von euch ist noch in die Schule der Menschen gegangen, Und ihr drängt euch fröhlich und frei, aus der kräftigen Wurzel, Unter einander herauf und ergreift, wie der Adler die Beute, Mit gewaltigem Arme den Raum, und gegen die Wolken Ist euch heiter und groß die sonnige Krone gerichtet. Eine Welt ist jeder von euch, wie die Sterne des Himmels Lebt ihr, jeder ein Gott, in freiem Bunde zusammen. Könnt ich die Knechtschaft nur erdulden, ich neidete nimmer Diesen Wald und schmiegte mich gern ans gesellige Leben. Fesselte nur nicht mehr ans gesellige Leben das Herz mich, Das von Liebe nicht läßt, wie gern würd ich unter euch wohnen
An den Frühling
Wangen sah ich verblühn, und die Kraft der Arme veralten
Du mein Herz! noch alterst du nicht; wie Luna den Liebling Weckte des Himmels Kind, die Freude, vom Schlafe dich wieder; Denn Sie erwacht mit mir zu neuer, glühender Jugend, Meine Schwester, die süße Natur, und meine geliebten Tale lächeln mich an, und meine geliebteren Haine, Voll erfreulichen Vogelgesangs, und scherzender Lüfte, Jauchzen in wilder Lust der freundlichen Gruß mir entgegen. Der du Herzen verjüngst, und Fluren, heiliger Frühling, Heil dir! Erstgeborner der Zeit! erquickender Frühling, Erstgeborner im Schoße der Zeit! Gewaltiger! Heil dir, Heil! die Fessel zerriß; und tönt dir Feiergesinge, Daß die Gestad erbeben, der Strom, wir Jünglinge taumeln, Jauchzen hinaus, wo der Strom dich preist, wir enthüllen, du Holder, Deinem Liebeshauche die glühende Brust, und stürzen hinunter In den Strom, und jauchzen mit ihm, und nennen dich Bruder.
Bruder! wie tanzt so schön, mit tausendfältiger Freude, Ach! und tausendfältiger Lieb im lächelnden Aether Deine Erde dahin, seit aus Elysiums Talen Du mit dem Zauberstab ihr nahtest, himmlischer Jüngling! Sahn wir nicht, wie sie freundlicher nun den stolzen Geliebten Grüßt', den heiligen Tag, wenn er kühn vom Siege der Schatten Über die Berge flammt! wie sie sanfterrötend im Schleier Silberner Düfte verhüllt, in süßen Erwartungen aufblickt, Bis sie glühet von ihm, und ihre friedlichen Kinder Alle, Blumen und Hain' und Saaten und sprossende Reben,...
Schlummre, schlummre nun, mit deinen friedlichen Kindern, Mutter Erde! denn Helios hat die glühenden Rosse Längst zur Ruhe gelenkt, und die freundlichen Heldendes Himmels, Perseus dort, und Herkules dort, sie wallen in stiller Liebe vorbei, und leise durchstreift der flüsternde Nachthauch Deine fröhliche Saat, und die fernher tönenden Bäche Lispeln Schlummergesänge darein,...
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